Auto gestohlen, Smart Home geplündert - und die Versicherung steigt aus ...

 

Viele träumen vom Eigenheim, wer es schon hat, träumt vom Smart Home, der Vernetzung von technischen Geräten aller Art zur Steuerung von Funktionen aller Art. Nicht zu vergessen das Auto, das per „keyless go“ schlüssellos in Betrieb geht - doch wie smart sind diese Lösungen tatsächlich in punkto Sicherheit?

 

Modern Times, moderne Hacker

Heizung, Beleuchtung, Belüftung, Beschattung werden im Smart Home via Handy oder App gesteuert, Gesichtserkennung oder Fingerprint öffnen Tür und Tor, ein Einbruchsalarm via Handy schreckt Urlauber aus ihren Traumzielen auf… oder auch nicht, denn die Bequemlichkeiten, in denen man sich eingerichtet hat, sind nicht so sicher wie man glaubt. Die Schwachstelle heißt Internet, mit dem die installierten Systeme notwendigerweise verbunden sind. Der Haken daran: Über das Netz steuerbare Geräte können auch von Unbefugten gesteuert werden – Cyberkriminalität macht vor Smart Homes nicht Halt.

 

Schwierige Beweislage

Wenn Einbrecher nach digitaler Entschlüsselung „einsteigen“, steigen Versicherungen häufig aus – fehlen Einbruchsspuren, fehlen Beweise und der Schaden ist nicht oder nicht ausreichend gedeckt. Das gilt auch fürs gestohlene Auto, falls der Schlüsselcode gehackt wurde: Fahrzeug, Wohnung oder Haus könnten zur Tatzeit ja auch unversperrt gewesen sein … Hat man „Glück“, können Experten, wie digitale Forensiker, eine Manipulation nachweisen, doch dazu muss man seiner Versicherung das Auslesen von Daten gestatten.

 

Nützliche Gegenstrategien

Nicht immer ist es ratsam, allen Technik-Trends blind zu folgen: Im Smart Home landen sensible Daten beim Anbieter; werden sie gestohlen, drohen vielerlei Unannehmlichkeiten. Sollten Sie sich für ein Smart Home System entscheiden, wählen Sie zusätzlich einen mechanischen Einbruchsschutz sowie fachgerecht installierte Sicherheitstechnik und achten Sie bei Ihren Smart-Anwendungen auf typische Schwachstellen.

 

„Handy“ weg, wenn:

  • Videodaten unverschlüsselt übertragen werden,
  • Anwendungsschnittstellen und Apps ungeschützt und
  • Falscheingaben uneingeschränkt möglich sind!

 

Doppelt hält besser: Eine Ein-Faktor-Authentifizierung ist schnell gehackt – ein zweites Passwort erschwert Fremden den Zugriff. 

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